Mit der Elektrostimulation kann man mehr und besser trainieren. Es handelt sich dabei um eine Ergänzung Ihres herkömmlichen aktiven Trainings. Hier einige Tipps zur Kombination der beiden Techniken. Wir sprechen hier von Stimulationssitzungen, die eine Muskelarbeit erzeugen, das heißt Kontraktionen, die von Ruhephasen unterbrochen werden.
1. Aufteilung der Sitzungen
Die Frage nach der Aufteilung der Stimulationssitzungen während der Woche stellt sich, sobald mindestens zwei Trainingseinheiten pro Woche erfolgen.
Es ist ratsam, die Sitzungen so weit wie möglich auseinanderzulegen. So sollte beispielsweise jemand, der drei Sitzungen pro Woche einlegt, jeweils eine Sitzung alle zwei bis drei Tage durchführen (zweimal einen Ruhetag und einmal zwei Ruhetage pro Woche). Jemand, der sechs Sitzungen eingeplant hat, führt sie an sechs Tagen hintereinander durch und legt einen Ruhetag ein.
Werden sieben oder mehr Sitzungen pro Woche durchgeführt, muss man mehrere Sitzungen an einem Tag einplanen. Es wird empfohlen, einen oder zwei vollständige Ruhetage ohne Stimulation einzubauen. Jemand mit sieben Sitzungen pro Woche kann fünf Tage mit je einer Sitzung am Tag und einen Tag mit zwei Sitzungen (mit einer Ruhephase von mindestens einer halben Stunde dazwischen) einplanen; so bleibt ein Ruhetag. Jemand mit zehn Sitzungen pro Woche sollte möglichst fünf Tage mit jeweils zwei Sitzungen (mit einer Ruhephase von mindestens einer halben Stunde dazwischen) einplanen; so bleiben zwei Ruhetage.
2. Abwechselnd aktives Training und Elektrostimulation
Die Stimulationssitzungen können außerhalb oder im Verlauf eines aktiven Trainings durchgeführt werden.
Wenn man aktives Training und Stimulation im Verlauf derselben Sitzung durchführt, wird im Allgemeinen empfohlen, das aktive Training der Stimulation voranzustellen. Auf diese Weise wird das aktive Training nicht an bereits ermüdeten Muskelfasern vorgenommen. Besonders wichtig ist dies beim Kraft- und Schnellkrafttraining.
Beim Training der anaeroben Ausdauer kann ein umgekehrtes Vorgehen jedoch sehr interessant sein. Vor dem aktiven Training erzeugt man mit der Stimulation "Anaerobe Ausdauer" eine "spezifische Vor-Ermüdung" der Muskelfasern ohne allgemeine und ohne Herz-Kreislauf-Ermüdung. So kann man bei der willentlichen Beanspruchung der "vorbereiteten" Fasern den glykolytischen Stoffwechsel schneller und weiter vorantreiben.
3. Allmähliche Steigerung von einer Stufe zur nächsten
Insgesamt ist es nicht ratsam, die Stufen zu schnell bewältigen zu wollen, um möglichst bald die Stufe 3 zu erreichen.
Die verschiedenen Stufen entsprechen unterschiedlichen Trainingsstufen, die es dem Muskel ermöglichen, sich anzupassen. Dafür ist eine gewisse Zeit erforderlich.
Die Anzahl der stimulierten Fasern hängt von der Stimulationsenergie ab. Ziel ist es zunächst, die elektrische Stimulationsenergie schrittweise zu steigern und anschließend zur nächsten Stufe zu wechseln, denn so lassen sich mehr Fasern stimulieren. Je mehr Fasern stimuliert werden, umso mehr Fasern erzielen Fortschritte.
Normalerweise ist es am einfachsten, beim gewählten Programm eine Stufe höher zu gehen, wenn man mit einem neuen Stimulationszyklus beginnt.
Erfolgt jedoch der Wechsel zu einer höheren Stufe innerhalb ein und desselben Zyklus, wird empfohlen, diesen erst nach einer Mindesttrainingsdauer von drei Wochen auf derselben Stufe zu vollziehen.
4. Einsatz der Aufwärmsequenz
Alle Programme, die signifikante Kontraktionen der stimulierten Muskel bewirken (tetanische Kontraktionen), beginnen automatisch mit einer Aufwärmsequenz. Auf dem Bildschirm wird dies mit Rauchwolken über dem Heizkörper symbolisiert.
Wurde in den Minuten vor der Stimulationssitzung keine sportliche Tätigkeit ausgeübt, wird empfohlen, sich aufzuwärmen. Sollte die Stimulationssitzung Teil eines aktiven Trainings sein, ist die Aufwärmsequenz hingegen nicht erforderlich.
5. Entspannung
Nach einer Stimulationssitzung beginnt automatisch eine Entspannungssequenz. Sie soll eine bessere Erholung des Muskels nach der Arbeit mit dem COMPEX RUNNER bewirken und so weit wie möglich Muskelkater vorbeugen. Wenn Sie nicht unmittelbar zum aktiven Training übergehen wollen, wird empfohlen, diese letzte Sequenz auszuführen. Außerdem ist es ratsam, einige Dehnübungen für die Muskeln, die Sie mit dem Compex Runner beansprucht haben, durchzuführen, auch wenn durch die Stimulation die Elastizität der Muskeln anscheinend verbessert wurde.
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